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Selbstwert-Guide

Wähle aus 12 Lebensbereichen und entdecke, welches von 7 Mustern deinen Selbstwert im Alltag gerade möglicherweise am stärksten prägt.

Hey, ich bin Paula. Ich begleite Frauen dabei, ihren Selbstwert von innen heraus aufzubauen: nicht über Leistung, nicht über die Meinung anderer, sondern über eine echte, stabile Verbindung zu sich selbst.

Die meisten Frauen, mit denen ich arbeite, kennen das: Man weiß eigentlich, dass man genug ist, und fühlt sich trotzdem ständig unsicher, vergleicht sich, kann schlecht Nein sagen oder ist nie ganz zufrieden mit sich. Und oft kommt etwas dazu, das fast noch mehr frustriert: Du weißt längst, was du verändern möchtest. Du hast darüber gelesen, es dir fest vorgenommen, vielleicht sogar schon einiges ausprobiert. Und trotzdem fällst du immer wieder in dieselben Muster zurück.

Das ist kein Zufall, und es liegt nicht an mangelnder Disziplin. Oft spielt dabei ein bestimmtes inneres Muster mit, manchmal auch eine Mischung aus mehreren. Solange es im Hintergrund unbemerkt bleibt, können Verhalten und gute Vorsätze es schwer allein verändern, denn es kann mitbestimmen, wie du dich fühlst und reagierst. Genau darum geht es in diesem Guide: genauer hinzuschauen, was dich möglicherweise immer wieder zurückholt.

Wir gehen gemeinsam durch die Lebensbereiche, die dich gerade beschäftigen, zum Beispiel Beziehungen, Arbeit, Grenzen oder den Blick auf dich selbst. Du beantwortest zu jeder Aussage ehrlich, wie stark sie zutrifft. Am Ende bekommst du dein persönliches Profil: welches Muster bei dir gerade am lautesten ist, welche noch mitspielen, warum das so sein kann und welche ersten Schritte zu dir passen. Ich habe den Guide bewusst ausführlich gemacht, weil sich ein Muster selten nur in einem Lebensbereich zeigt. Du entscheidest selbst, ob du einen Bereich durchgehst, mehrere oder alle.

Je Bereich brauchst du etwa 2 bis 3 Minuten, und du kannst jederzeit einen Schritt zurückgehen, pausieren oder einen Bereich auslassen, der dir gerade zu nah geht. Es gibt keine richtige oder falsche Antwort. Am meisten hilft es, wenn du ehrlich zu dir bist.

So entsteht dein Profil

Jede Aussage gehört zu einem der sieben Muster. Je stärker eine Aussage auf dich zutrifft, desto mehr Punkte bekommt dieses Muster. „Trifft nicht zu“ bringt keine Punkte, „teilweise“ einige, „trifft stark zu“ die meisten.

Am Ende wird verglichen, wie sich deine Punkte auf die sieben Muster verteilen. Das Muster mit dem größten Anteil ist dein Hauptmuster, also die Tendenz, die du bei dir gerade am stärksten wahrnimmst. Die nächststarken Muster zeigen dir deine Nebenmuster, die im Hintergrund mitspielen.

Das Profil ist eine Momentaufnahme deiner Selbsteinschätzung. Es zeigt, wie du dich im Moment erlebst, nicht, wer du bist. Wenn du nur einen Bereich bearbeitest, ist das Bild entsprechend kleiner. Je mehr Bereiche du betrachtest, desto vollständiger wird es. Bei nur wenigen gewählten Bereichen gewichtet die Auswertung Muster mit sehr wenigen Aussagen etwas vorsichtiger, damit eine einzelne Antwort das Bild nicht allein bestimmt.

Die Auswertung ist keine Messung und keine Diagnose. Sie ist eine Einladung, genauer hinzuschauen.

Die sieben Muster im Überblick

Jedes dieser Muster kann einmal Sinn ergeben haben. Es kann dich geschützt, getragen oder dir Zugehörigkeit gesichert haben. Und jedes bringt auch eine Stärke mit. Die Frage ist nicht, welches das richtige ist, sondern welches bei dir gerade am meisten Raum einnimmt.

Die Anpasserin
People Pleasing
Ich fühle mich gut, wenn andere mit mir zufrieden sind.
Du spürst oft früh, was andere brauchen, und achtest darauf, dass es den Menschen um dich herum gut geht. Dein eigenes Wohlgefühl hängt dabei möglicherweise stark davon ab, ob andere mit dir zufrieden sind. Dann fällt ein Nein schwer, und die Stimmung anderer fühlt sich schnell wie deine Aufgabe an.
Die Antreiberin
Perfektionismus
Ich fühle mich gut, wenn ich etwas leiste.
Du setzt dir hohe Maßstäbe und bringst viel zustande. Doch Erfolge kommen bei dir oft kaum an, weil schon die nächste Aufgabe wartet oder jemand anderes scheinbar weiter ist. Dein Wert fühlt sich dadurch möglicherweise an wie etwas, das jeden Tag aufs Neue bewiesen werden muss.
Die Absicherin
Kontrolle
Ich fühle mich gut, wenn ich alles im Griff habe und weiß, dass nichts schiefgeht.
Dir ist wichtig, verantwortungsvoll zu handeln und dich sicher zu fühlen. Deshalb planst du vieles gern selbst, denkst Entscheidungen oft lieber noch einmal durch, analysierst Gespräche im Nachhinein und versuchst, möglichst jedes Risiko auszuschließen. Im Hintergrund wirkt häufig die Sorge, einen Fehler nicht verkraften zu können.
Die Bestätigungssuchende
Nähe & Bestätigung
Ich fühle mich gut, wenn ich spüre, dass ich geliebt und gewollt bin.
Du wünschst dir Nähe und das Gefühl, gewollt zu sein. Wenn ein Mensch, der dir wichtig ist, auf Distanz geht oder sich nicht meldet, kann sich das schnell wie persönliche Ablehnung anfühlen, und dann fängst du vielleicht an, dich selbst zu hinterfragen. Rückversicherung beruhigt dich oft, aber meist nur für kurze Zeit.
Die Rückzieherin
Vermeidung & Rückzug
Ich fühle mich gut, wenn ich mich keiner Kritik oder Ablehnung aussetzen muss.
Du bist oft sehr aufmerksam und beobachtest genau, bevor du dich festlegst. Wenn es unsicher, konfliktreich oder zu nah wird, gehst du eher einen Schritt zurück, als dich zu zeigen. Das schützt dich vor Kritik und Ablehnung, kostet aber oft genau das, was du dir wünschst: gesehen zu werden und dazuzugehören.
Die Starke
Stark sein müssen
Ich fühle mich gut, wenn ich alles allein schaffe und niemandem zur Last falle.
Du bist verlässlich, belastbar und kümmerst dich darum, dass die Dinge laufen, auch wenn es dir selbst gerade nicht gut geht. Um Hilfe zu bitten oder zu zeigen, wie es in dir aussieht, fühlt sich möglicherweise schnell nach Schwäche an oder nach einer Zumutung für andere. Dann trägst du vieles allein und wirkst nach außen stärker, als du dich innerlich fühlst.
Die Selbstkritikerin
Selbstkritik
Ich fühle mich gut, wenn ich nichts an mir auszusetzen habe.
Du nimmst dich und das, was du tust, ernst und schaust genau hin. Lob kommt bei dir oft nur schwer an, während deine innere Stimme verlässlich findet, was nicht gelungen ist. Dann reicht selbst ein guter Tag selten, um wirklich zufrieden mit dir zu sein.

Häufige Fragen

Die sieben Muster sind Reflexionskategorien, keine Diagnosen und keine wissenschaftlich geprüften Persönlichkeitstypen. Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme deiner Selbsteinschätzung. Du kannst dich in mehreren Mustern wiederfinden, das ist normal. Der Guide ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Wenn du dich stark belastet fühlst, wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine psychotherapeutische Praxis. Wenn du dich hoffnungslos fühlst oder daran denkst, dir etwas anzutun, such dir bitte sofort Hilfe: Die Telefonseelsorge ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar, unter 0800 111 0 111 oder 116 123. In akuter Gefahr wähle den Notruf 112.

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