Wissensimpuls: Selbstvertrauen heißt nicht, keine Angst zu haben – sondern mit Gefühlen wie Unsicherheit, Frust oder Ablehnung gut umgehen zu können. Emotionale Selbstführung ist ein Kernbaustein innerer Stärke.
Skript:
Schön, dass du wieder hier bist.
Heute geht es um ein Thema, das wir oft am liebsten umgehen würden – das aber einen riesigen Einfluss auf dein Selbstvertrauen hat: deine Gefühle.
Und keine Sorge: Du musst heute keine emotionale Achterbahnfahrt machen.
Aber du wirst einen ehrlichen Blick darauf werfen, wie du eigentlich mit dem umgehst, was in dir passiert – innerlich.
🧠 Wissensimpuls: Selbstvertrauen braucht emotionalen Halt
Viele Menschen glauben, Selbstvertrauen bedeutet: „Ich bin immer ruhig, souverän, stabil.“
Aber das ist ein Irrtum.
Selbstvertrauen bedeutet nicht, keine Angst, Unsicherheit oder Wut zu fühlen.
Sondern:
Ich vertraue mir selbst genug, um mit diesen Gefühlen umgehen zu können, ohne mich zu verlieren.
Und genau das nennt man in der Psychologie: emotionale Selbstführung.
Sie ist wie dein innerer Halt – dein Selbst-Umgang in herausfordernden Momenten.
Und sie entscheidet, ob du dich selbst zurückziehst und klein machst – oder ob du trotz Unsicherheit deinen Weg gehst.
💥 Gefühle, die dich lähmen
Vielleicht kennst du das:
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Du weißt, was du willst – aber sobald du in die Umsetzung gehst, kommt Angst.
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Du willst „Nein“ sagen – aber da ist sofort Schuldgefühl.
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Du möchtest dich zeigen – aber spürst innerlich Druck, Scham oder Zweifel.
Diese Gefühle sind keine Schwäche.
Sie sind deine inneren Hinweisgeber. Aber wenn du nie gelernt hast, sie zu regulieren, werden sie dich führen – nicht du sie.
Und das ist oft der wahre Grund, warum viele Menschen sich selbst nicht vertrauen:
Weil sie sich in emotional herausfordernden Momenten nicht halten können.
📚 Wissen: Gefühle wollen gefühlt – nicht bekämpft werden
Dein Gehirn ist auf Schutz programmiert. Wenn du Unsicherheit, Ablehnung oder Kontrollverlust spürst, springt ein uraltes System an:
🧠 „Gefahr! Rückzug! Überlebensmodus!“
Doch was du brauchst, ist kein Rückzug, sondern ein bewusstes Innehalten.
Eine Fähigkeit, innerlich zu sagen:
„Ich fühle gerade Angst – aber ich bin sicher. Ich darf mich trotzdem zeigen.“
Das ist emotionale Selbstführung. Und sie ist trainierbar.